Das Spiel der Könige, die Geschichte der allerersten Spiele der Schachfamilie, entstand eigentlich noch vor dem 14. Jahrhundert in Indien und wurde noch mit vier Personen gespielt. Erst im 15. Jahrhundert, nachdem das Spiel über Persien und die islamische Expansion nach Europa kam, wurde die europäische Variante mit nur zwei Spielern entwickelt. Dabei war es zunächst nur den Königen und höher gestellten Persönlichkeiten vorbehalten, dieses Spiel mit menschlichen Figuren auszustatten und durchzuführen.

Schach auch für die Bevölkerung

Die Geschichte des Schachs auch für die bürgerliche Bevölkerung begann erst im 19. Jahrhundert, als im Jahre 1851 die ersten Schachturniere durchgeführt wurden. Die erste offizielle Schachweltmeisterschaft wurde erst 1886 ausgetragen, obwohl bereits in den Jahren zuvor auf mehreren Turnieren die jährlichen Sieger erkoren wurden. Nachdem dieser Sport nun auch offiziell anerkannt war, stand die Gründung des Weltschachverbandes im Jahre 1924 in Paris an. In den Jahrzehnten danach bis 1990 galt die Sowjetunion als die führende Nation beim Schach. Als im Jahre 1972 das Match des Jahrhunderts zwischen Bobby Fischer und Boris Spasski stattfand, wurde das Schachspiel in den westlichen Industrienationen recht populär.

Die Schachwelt von heute

Heutzutage ist der Schachverband das wichtigste Organ des Schachs. Er organisiert Schachturniere, ist verantwortlich für die offiziellen Regeln und misst die Spielstärke der internationalen Spieler mithilfe besonderer ELO-Zahlen. Für die deutschen Spieler gibt es die Deutsche Wertungszahl (DWZ) seit 1992, vorher wurde die Stärke der Schachspieler in der sogenannten INGO-Zahl gemessen, benannt nach einem Mathematikprofessor aus Ingolstadt. Die damals noch existierende DDR hatte ein eigenes Leistungssystem für ihre Schachspieler. Schach ist in der heutigen Zeit aus dem Bereich Sport zwar nicht mehr wegzudenken, hat aber nicht mehr die Popularität wie beispielsweise 1972.