Eine Schachuhr ist eine mechanische Uhr mit zwei verschiedenen Uhrwerken, welche durch einen Steg miteinander verbunden ist, sodass nur eine den beiden Uhren laufen kann. Dies ist die einfachste Erklärung, eine solche Uhr zu beschreiben. Zwar wurde diese Uhr für das Schachspiel entwickelt, doch werden mit dieser Uhr auch noch die beiden Spiele Dame und Go zeitlich gemessen. Die Geschichte der Schachuhren geht allerdings zurück bis ins 19. Jahrhundert, denn noch 1846 wurde eine Schachpartie erwähnt, welche als erste in der Geschichte des Schachs genau zwei Tage dauerte.

Die erste Schachuhr

Die erste geschichtliche Erwähnung eines Schachspiels mit zeitlicher Begrenzung reicht zurück ins Jahr 1861, als zwei Kontrahenten zum Stoppen der Zeit zwei Sanduhren benutzten. Wenn der Spieler seinen Zug gemacht hat, legte er seine Sanduhr in die Horizontale und stellte die Sanduhr seines Gegners in die senkrechte Position. Erstmals bei einem Turnier wurden 1866 Stoppuhren eingesetzt. Sie waren wesentlich genauer als die Sanduhren. Der Schachuhren Geschichte wurde jedoch erstmals im Jahre 1883 geschrieben, als zwei Pendeluhren mit einem beweglichen Balken die Zeit noch genauer maßen als die Stoppuhren.

Die heutigen Schachuhren

Nachdem die Erfinder die Uhren auf ein Minimum bauen konnten, waren die heutigen analogen Schachuhren geboren. Als dann noch 1899 ein zusätzliches Fallblättchen die Beendigung der Bedenkzeit anzeigen konnte, war der Damm endgültig gebrochen und der Siegeszug der Schachuhr nicht mehr aufzuhalten. Erst in den 1980er Jahren gelangen privaten Erfindern der Bau einer digitalen Schachuhr, welche auf elektronischen Schaltungen basierte und die ihre Energie aus Batterien bekam. Im Jahre 1988 dann wurde die erste und heute noch offiziell anerkannte digitale Uhr entwickelt.