Für einen Wettkampf ist die Bedeutung der Schachuhr genau hinterlegt. So wird in der Anordnung über den Gebrauch und die Schachuhr Regeln eine analoge Uhr beschrieben. So besagt die Vorschrift, dass eine Schachuhr das Werkzeug eines Schiedsrichters ist, welcher für die genaue Funktion der Schachuhr zuständig ist. Somit müssen die Schachuhren so eingestellt sein, dass mit dem Beginn der Zeitüberschreitung das Fallblättchen auslöst. Der Spieler, bei dem das Fallblättchen auslöst, hat sofort verloren, wenn das Auslösen des Fallblättchens vor dem nächsten Zug bemerkt wird.

Das Aufstellen der Schachuhr

Die Schachuhr muss so positioniert werden, dass der Schiedsrichter die Uhr ständig im Auge behalten kann. Dabei sollte ein Linkshänder die Uhr möglichst auf der linken Seite stehen haben, um einen kurzen Weg von der Figur zur Schachuhr haben. Bei nicht so bedeutsamen Partien kann auch der Spieler, der mit den schwarzen Steinen beginnt, die Schachuhr anwenden. Die Schachuhr muss mit der Hand bedient werden, mit der auch der Zug gesetzt wird. Hierdurch wird verhindert, dass ein Spieler die Hand ständig auf der Uhr liegen hat.

Die Zeitüberschreitung

Das Spielen mit der Schachuhr sollte man vorher entweder zu Hause oder im Verein geübt werden, damit eine gewisse Routine bzw. Regelmäßigkeit eintritt. Spielt ein Spieler erstmalig in einem Turnier und auch zum ersten Mal mit einer Schachuhr, so kann es unter Umständen passieren, dass er versehentlich das Drücken der Uhr vergisst und sein Gegner mit der Bedenkzeit des anderen spielt. Ein Remis-Angebot kann nur abgegeben werden, wenn der Spieler zwar einen Zug gesetzt hat und seine Uhr noch nicht gedrückt hat. Zu einem anderen Zeitpunkt ist zwar auch gültig, kann aber als störend empfunden werden.